ES GIBT TAGE

DA SCHAUT MICH MEIN SCHATTEN

VERWUNDERT AN

 

 

 

 

 

FRÜHLING IM SINN

UND WINTER

IN DEN BEINEN

 

 

 

 

 

WARTEND AUF DEN ANDEREN

SITZE ICH MIR SELBST GEGENÜBER

 

 

 

 

 

ICH TUE ALSO BIN ICH

ICH LASSE

UND BIN IMMER NOCH

 

 

 

 

 

AM NICHTS STOSSE ICH MICH

WIE AN EINER SCHARFEN KANTE

 

 

 

 

 

HERBSTWIND

SALZ AUF DER ZUNGE

DIE NASE TROPFT

 

 

 

 

 

ICH BIN EINE TAUBE

ZWITSCHERT DER SPATZ VOM DACH

 

 

 

 

 

GANZ SCHÖN NASS

MEINTE DAS EISEN ERRÖTEND

 

 

 

 

 

STILL WARTET DER STEIN

AUF DEN TROPFEN

DER IHN HÖHLT

 

 

 

 

 

MORGEN MORGEN

SUMMTE DIE EINTAGSFLIEGE

 

 

 

 

 

DIE FÜSSE IM MATSCH

DEN KOPF IN DEN STERNEN

 

 

 

 

 

DAS VOLLENDETE WERK

HÄNGT SCHWERELOS

IM GESTERN

 

 

 

 

 

IM JETZT LIEGT DIE FREIHEIT

VON EBEN UND GLEICH

 

 

 

 

 

DER KREIS STEHT STILL

IN ENDLOSER BEWEGUNG

 

 

 

 

 

AM KAMINFEUER

EINE FLAMME

ERZÄHLT DAS LEBEN

 

 

 

 

 

HEFTIGE WINDE WEHEN

DURCH EIN SO LEICHTES LEBEN

 

 

 

 

 

ICH LIEGE AUF DER STRECKE

WEIL ICH NICHT WEISS

DASS ICH UNTERWEGS BIN

 

 

 

 

 

SCHAFFEND KOMME ICH ZU MIR

SCHAFFEND VERLIERE ICH MICH

 

 

 

 

 

BAUM

NIEMALS BIST DU DIE AXT

DIE DICH FÄLLT

BLUME

NIEMALS BIST DU DAS MESSER

DAS DICH SCHNEIDET

FISCH

NIEMALS BIST DU DAS NETZ

DAS DICH FÄNGT

MENSCH

WAS BIST DU

 

 

 

 

 

NICHTS BLEIBT ÜBRIG

ALLES STEHT IN FRAGE